(German) Zollamt oder warum ich da nicht wieder hin will 2014-04-14 No Comments

Gezwungenermaßen war ich heute zum ersten Mal in einem Zollamt. Was bringt mich dorthin?

Ich hatte ein Chinesisches Schachspiel aus China bei Ebay bestellt(, das ich leider qualitativ doch nur bedingt empfehlen kann [..]). Der Versender hat außen auf der Packung zwar einen Aufkleber mit Zolldetails angebracht, aber das Anbringen einer Rechnung in Plastikhülle vergessen. Das muss bestraft werden, sofort. Es verstößt laut Zollamt gegen “die Voraussetzungen der Artikel 9 und 10 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft”. Eigenlich komisch: China ist so oder so vermutlich nicht Teil der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft: da müsste man schon genau sein bitteschön. Jedenfalls muss ich das Brettspiel beim Zollamt in Schöneberg abholen, na gut, ich war eh in der Nähe verabredet. Ich hatte mir das so vorgestellt: Ein Schalter, Schreiben vorzeigen, Paket in Empfang nehmen, Gebäude verlassen — eine Sache von zehn Minuten. Nicht hätte ich gedacht, da deutlich zu optimistisch zu sein.

Mich erwartet eine Wartehalle mit Welche-Nummer-ist-dran-an-Schalter-XY-Anzeige. Ich erhalte Nummer 135; bedient wird gerade eine merkwürdig lückenhafte Mischung aus Zahlen in der Umgebung von 102. Das kann dauern, da geh ich doch erstmal auf Toilette. Ausgeschildert ist die nicht, ein Mitleidender weiß von seinem letzten Besuch Bescheid, wo sie zu finden ist. Wieder zurück stelle ich fest: Die Wartenummern werden nicht monoton wachsend aufgerufen: Dass gerade 137 und dann 139 aufgerunfen werden, heißt nicht, dass meine 135 schon dran gewesen wäre und sagt nichts über die Wartezeit für den Menschen mit Nummer 138. Fantastisch. Auch der Toiletten-Experte mit Nummer 124 wird noch einiges an Wartezeit verdauen müssen. Ich kann also nicht mal eben weggehen, weil ich nie erfahren werde, ob meine Nummer nicht schon dran war, wenn ich wiederkomme. Und mein Schreiben hat der Angestellte einbehalten: Das müsste ich wiederverlangen, wenn ich denn gehen wollte und trotzdem mein Schachspiel noch kennenlernen will.

Um Kunden scheint es hier nicht zu gehen: kundenunfreundlicher geht kaum. Interessant ist auch, dass die Wartenummer von einem Herren an einem Schalter ausgegeben werden, der sich selbst immer wieder zu einem Nummer-spuckenden Automaten in der Wand hinter ihm umdrehen muss. Wie erniedrigend. Aus der Wand reißen und auf den Tisch legen bietet sich an, wenn man an langfristigen Lösung interessiert ist. Gut, dass ich hier nicht arbeite. Vielleicht soll ihm die Laune vermiest werden, damit er uns die Laune vermiesen muss. Auch interessant: Das zwei Schießscharten breite Loch in der Wand, durch das Papier gereicht wird, ohne mehr als eine Hand zu zeigen. Ich bekomme mit, wie eine Frau nochmal nachhause muss, um ihre Rechnung zu holen. Eine Wartenummer wird ihr ohne Rechnung verweigert, das dürfe er nicht. Die Frau äußert ihren Unmut, es bleibt dabei. Mit schlechtem Deutsch rumschlagen will er sich bei einem anderen Fall aber nicht, da wird zu meiner Überraschung trotz offener Fragen eine Wartenummer vergeben; es scheint dem Beamten also um die Minimierung des eigenen Leidens zu gehen: eine erstklassige Sicherheitslücke für Schauspielstudenten.

Der Mann, der wusste, wo die Toilette ist, hat früher Schach gespielt, meistens gewonnen, kennt Chinesisches Schach bisher nicht aber zeigt sich interessiert, arbeitet als Möbel-Designer und hat sich privat einen Stuhl für 400 Euro im Ausland bestellt, der hier wohl 2.000 Euro wert wäre. Dieser Stuhl hat ihm seinen Besuch beim Zollamt eingebrockt. Ich nehme an, er verdient ganz gut.

Alles in allem: Spannende zwei Stunden, Besuch in einem kleinen realen Irrenhaus. Brauche ich so schnell nicht wieder. Ich hoffe sehr, dass die beiden anderen Schachspiele aus Südkorea und den USA mir das nicht wieder bescheren. Wenigstens weiß ich dann, was mich erwartet.

Berliner Sparkasse zieht unaufgefordert fremde VISA-Karte ein 2014-03-27 No Comments

Die Berliner Sparkasse hat heute mal eben entschieden, bei meinem Versuch Geld abzuheben meine ING-DiBa VISA-Karte am Automaten einzuziehen. Ohne Aufforderung von Seiten der ING-DiBa, ohne Rückgabe, Entschuldigung, Erklärung. Sehr spaßig. Vielen Dank auch, Spaßkasse.

Differences of Janggi (Korean chess) to XiangQi (Chinese chess) in game play No Comments

Since I have the opportunity to play a game of Janggi (Korean chess) tomorrow, I made a summary of the differences in game play to XiangQi (Chinese chess) for myself.

99% of this is based on this page at chessvariants.org. Here is my summary:

Setup and Start

  • Kings start at the center of the palace
  • Each player is allowed to flip horse and elephant in position on one or both sides; red first, then green/blue
  • Red does not start, blue/green does.

Movement of Pieces

  • Rooks / Chariots
    • Can move diagonal within the palace (if the whole move remains a straight line)
  • Elephants / Ministers
    • Move like a big horse: one straight, two diagonal. All passed ground needs to be empty.
    • Since there is no river, elephants can travel all the board
  • King / General
    • Can move on marked diagonal lines, too
  • Advisors / Guards
    • Can move on marked straight lines, too
  • Cannons
    • Can move diagonal within the palace (straight line)
    • Need to jump (over a single piece) even when moving without capturing
    • Cannot capture other cannons
    • Cannot jump over (any player’s) other cannons
  • Soldiers / Pawns
    • Can move sideways right from the start (there is no river to promote them)
    • Can move diagonal within the palace (though never backwards)
  • (Horses / Knights behave the very same as in XiangQi)

Special rules

  • Different approach to flying generals / face-to-face laugh
    • Allowed
    • Puts the other player’s king in check
    • Revokes your right to win! Can only used in hope for a draw
    • And: If the king is used to defend a piece attacking the other king to checkmate, it is considered a draw (from this page on ancientchess.com)
  • Passing (skipping a move) allowed only when
    • you are not in check yet and
    • any move would put you in check.
  • Movement in the palace
    • Soldiers, cannons, rooks are allowed to walk marked diagonal lines in the palace (respecting their base rules, e.g. pawns not backwards, only straight lines).

If you spot mistakes, ambiguities or missing things (expect draw-related point counting) I’d be happy to hear from you. Thanks!

Recording: Stephen Paul Taylor (SPT) live at WABE Berlin 2013-11-14 2014-03-07 No Comments

I had this material laying on my hard disk for a while, thinking what to do with it, because the quality of the recording is… rather “moderate”. I guess it’s of most value if you actually have been there that night — to bring back a dear memory.

So this is Stephen Paul Taylor (SPT) live at WABE Berlin on 2013-11-14. According to me, his performance rocked the house. I didn’t expect that much fun from synthpop.

For pictures of that night, there is those by Sulamith Sallmann.

This is my first take at recording a concert… at all and with a Samsung Galaxy SII GT-I9100 Android cell phone in particular.
To my understanding, sharing live recordings is considered fair use and legal.

Track list: (HELP WELCOME!)

  1. 00:00 ?
  2. 03:40 ?
  3. 07:39 ?
  4. 12:20 ?
  5. 15:50 Graveyard Eyes
  6. 20:30 Hey Sarge
  7. 26:15 Torture of Love
  8. 33:40 ?
  9. 36:42 ?
  10. 42:59 Hello goodbye
  11. 47:12 ?

The only processing was:

  1. Decode AAC
  2. Crop to relevant part
  3. Encode as MP3 192 kbps

Download: stephen-paul-taylor-2013-11-14-wabe.mp3

Maybe check out my recording of Teresa Bergman of the same night, too.

Foo Fighters live in studio 2014-03-06 No Comments

I ran into this recently, should have earlier. Great to not have all the fan noise in between :)

For those two “Embedding disabled by request“, so just the links:

 

Partial word matches in Confluence/JIRA (or lack thereof) No Comments

For a ticket with title

ERROR: gnome-extra/gucharmap-3.6.1 do not compile with vala USE flag

I would expect JIRA to find that ticket in a search for “charmap“. Try it, it doesn’t work. It’s known as JIRA bug 6218 since 2005. It’s labelled a feature request officially so they don’t have to fix it quickly (and I could list more examples like that).

While I understand, that the search index needs to be larger for this to work (if you rely on search indices only), it’s no excuse to not find these matches.

The same hits me with Confluence at work these days. Same thing as with JIRA, except that Confluence bug 32834 has no watchers and no votes, yet.

If this matters to you, please take a minute to help me vote for these “feature request” bugs (button “Vote for this issue” on the right) so that we can have complete search results some day in the future, at least. Without enough noise, it’s not going to be considered by Atlassian’s policy for new features.

Thanks for your support!

(German) Wechsel von Postbank zu ING-DiBa 1 Comment

Ursprünglich wollte ich von der Postbank weg, weil die zwei Geldautomaten, die ich am meisten benutzt habe (Bahnhof Friedrichstraße und Torstraße), regelmäßig außer Betrieb waren: So häufig, dass ich das nicht weiter mitspielen wollte.

Was ich mit dem Umzug meines Giro-Kontos zur ING-DiBA zusätzlich bekomme habe:

  • die Möglichkeit, endlich ohne “Strafgebühr” auch in Filialen der Sparkasse Geld abzuheben (durch die kostenlose VISA-Karte): Das macht sich sehr angenehm bemerkbar
  • einmalig 50 Euro Gutschrift, weil ich das Konto als Gehaltskonto nutze
  • einfacher Transfer vom Giro-Konto aufs Extra-Konto und zurück (ebenfalls kostenlos, mit 1% Zinsen)
  • ein angenehm aufgeräumtes Web-Interface

Gern beantworte ich Fragen dazu per E-Mail.

Fwd: Foreigner: 4 (Night Life, Juke Box Hero) 2014-02-07 No Comments

I have no idea how I managed to not really hear about Foreigner before. Some of the best rock music I have listened to, ever.

The related album is “4″ of 1981, originally. Live is even better (and with less synthies):

Foreigner “Night Life” Live

Foreigner Live Juke Box Hero

Juke Box Hero (Acoustic Live at the GRAMMY Museum)

Fwd: Jay Z unplugged 2014-02-05 No Comments

While I’m usually not into Hip-hop much, browsing MTV Unplugged audio CDs made me bump into Jay Z’s take on this, backed by The Roots. The album is great fun, highly recommended.

There seem to be versions including video on YouTube but my impression is that it’s a cleaned version: there’s no “shit” or even “shhhhhhh” on Takeover (track 2) unlike the CD has, for instance.

Fwd: Chris Lonsdale — How to learn any language in six months 1 Comment

I haven’t been watching TED talks for a while. No idea how that happened! I enjoyed a few shorter ones earlier today. Of those, I would like to share How to learn any language in six months by Chris Lonsdale. In addition, you can find a transcript of the 5 principles and 7 actions that he presents below.

5 principles

  1. Focus on language content that is relevant to you
  2. Use your new language as a tool to communicate from day 1
  3. When you first understand the message you will unconsciously acquire the language
  4. Physiological training
  5. Psychological state matters

7 actions

  1. Listen a lot
  2. Focus on getting the meaning first (before the words)
  3. Start mixing
  4. Focus on the core
  5. Get a language parent
  6. Copy the face
  7. “Direct connect” to mental images