(German) Zu “Ran an die Buletten” von Elisabeth Raether, ZEITmagazin #33, 17. Juli 2014 2014-07-22 Comments Off

Die Titel-Story des ZEITmagazins Nummer 33 vom 17. Juli 2014 heißt “Ran an die Buletten” und ist eine verzweifelte Kampagne von Elisabeth Raether, die Reputation der Fleisch-Esser wiederherzustellen: Weiter Fleisch essen aber weniger schlecht fühlen dabei. Zum Untertitel “Warum fleischlose Ernährung größer Käse ist” wird keine schlüssige Argumentation geliefert, auch sonst werden keine ernstnehmbaren Schlüsse angeboten.

Ich hatte erst überlegt, selbst mit dem digitalen Rotstift ranzugehen, eine ernsthafte Analyse des Textes auszuarbeiten, aber das erscheint mir inzwischen als Zeitverschwendung.

Nur zwei Zitate möchte ich bringen:

[..] Fleischessen ist der Genuss der Ignoranten geworden, wie SUV fahren und Kette rauche.

Ich schreibe im ZEITmagazin eine wöchentliche Rezeptkolumne. Wenn ich etwas zu Hähnchen oder Hackbällchen schreibe, bekomme ich vorwurfsvolle E-Mails und Onlinekommentare.

Hier findet sich also die Motivation zum Schreiben des Artikels.

Der Verzicht [auf Entrecôte] wäre kein Geringer. [..] Haben wir nicht so etwas wie eine moralische Verpflichtung, uns am Leben zu erfreuen?

Ohne Worte.

Ein paar der Kommentare zum Artikel online sind recht gut oder amüsant. Meine Verwunderung auf den Punkt bringt dieser Kommentar von Nutzer “Bird Henning”:

Wie kann es sein, dass die ZEIT soetwas veröffentlicht? Gibt es keine Verantwortlichen, die so einen Bockmist verhindern können? Oder darf da jeder schreiben was er will und es wird unter die Menschen gebracht?
Ich bin jedenfalls sprachlos, so etwas hier in einem doch so “seriösen Magazin” zu lesen.

Die Kommentare und die sieben “widerlegten” Annahmen finden sich auf der Seite des Magazins. Den gesamten Artikel müsste man kaufen, aber davon möchte ich explizit abraten: Das wäre Geldverschwendung.

Fwd: Dan Jaspersen: Blur[ring] the line [of human potential] 2014-07-14 No Comments

I just watched a TED talk that I would like to share with you.

First, let me quote a line from that talk that works without much context:

Next to the technologie, entertainment and social media industries
we now spend more time with other people’s ideas than we do with our own.

For the remainder, see for yourself: Blur the line: Dan Jaspersen at TEDxCSU

Audible “Command done” notifiction on the shell 2014-07-13 2 Comments

Background story / context

At work I’m dealing with a test suite running >30 minutes, even on moderately fast hardware. When testing some changes, I launch the test suite and start working on something else to not be waiting for the test suite. Now the sooner I know that the test suite finished execution, the sooner I can fix errors and give it another spin. So checking the test suite for being done manually is not efficient.

The problem

What I wanted was a notification, something audible, looped, like an alarm clock. Either

$ ALARM_WHEN_DONE cmd [p1 p2 ..]

or

$ cmd [p1 p2 ..] ; ALARM

usage would have worked for me.

My approach

I ended up grabbing the free Analog Alarm Clock sound — the low-quality MP3 version download works without registration — and this shell alias:

alias ALARM='mplayer --loop=0 ~/Desktop/alarm.mp3 &>/dev/null'

With this alias, now I can do stuff like

./testrunner ; ALARM

on the shell and never miss the end of test suite execution again :)

Do you have a different/better approach to the same problem? Let me know!

PS: Yes, I have heard of continuous integration and we do that, too :)

EGF Xiangqi file format tool and documentation 2014-07-06 No Comments

Hello :)

I don’t get to playing with code much lately. Yesterday and today I put some effort into trying to understand and document the EGF file format used by Xie Xie to store Xiangqi games including per-move comments and a bit of other metadata.

Status quo includes a simple command line tool:

# ./egf/cli.py test.egf 
Event:  Blog post
Site:  At home
Date:  6-7-2014
Round:  1
Red name:  sping
Black name:  Xie Xie Freeware 2.5.0
Description:  Command line tool demo input
Author:  sping

File i:  R _ _ P _ _ p _ _ r
File h:  H _ C _ _ _ _ c _ h
File g:  E _ _ P _ _ p _ _ e
File f:  A _ _ _ _ _ _ _ _ a
File e:  K _ _ P _ _ p _ _ k
File d:  A _ _ _ _ _ _ _ _ a
File c:  E _ _ P _ _ p _ _ e
File b:  H _ C _ _ _ _ c _ h
File a:  R _ _ P _ _ p _ _ r
(Ranks 9 to 0 from left to right)

To start:  red

6 single moves in total
[ 1]  c h3  - e3 
[ 1]                   H h10 - g8 
[ 2]  h h1  - g3 
[ 2]                   R i10 - h10
[ 3]  r i1  - h1 
[ 3]                   C h8  - h4 

Result:  to be determined

Bytes remaining to be read:
0 0

I welcome help to fill in the remaining blanks, e.g. with decoding time markers and king-in-check markers of moves.

If you are on Gentoo and would like to run Xie Xie the easy way, grab games-board/xiexie-freeware-bin from the betagarden overlay.

EGF files for inspection can be downloaded from http://www.cc-xiexie.com/download.php.

freshplayerplugin (Chrome Flash for Firefox) in Gentoo betagarden, uses uriparser 2014-06-24 No Comments

Since Adobe has stopped developing Flash for Firefox and Mozilla has no plans to support the Pepper plug-in API, Rinat Ibragimov is developing a wrapper to use Google Chrome’s Pepper-based Flash plug-in with Mozilla Firefox:

GitHub: i-rinat/freshplayerplugin

A live ebuild is now available in the “betagarden” overlay. Users of non-stable Chrome can edit the plug-in path in /etc/freshwrapper.conf.

Interestingly, freshplayerplugin makes use of my library uriparser for URI handling. Very nice! :)

Paris, France: Exhibition “Bill Viola” 2014-06-08 No Comments

If you happen to be in Paris during 2014-03-05 and 2014-07-21 I recommend to check out exposition “Bill Viola”.
It’s the first exhibition with video “objects” only that I have been to. After a number of less exciting things to see, the exhibition became both interesting and relaxing at the same time. After leaving, everything I saw felt like a video installation to me…

This video gives a good overview of what to expect:


Bill Viola : l’exposition
And this is (a small mid-time excerpt of) a piece that I really liked:


The Encounter – Bill Viola

(German) Rückblick: Chinesisches Schach mit der Sprach- und Kulturbörse bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2014 2014-05-11 No Comments

Worum geht es?

Am Samstag den 10.05.2014 habe ich mit/für die Sprach- und Kulturbörse der TU Berlin im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften im ersten Stock des Foyers im Hauptgebäude der TU Berlin interessierten Besuchern Chinesisches Schach erklärt und im Spiel ausprobieren lassen.

Informelle Sicht

Mitgebracht hatte ich: zwei Spiele mit hybriden Spielsteinen (chinesisch und westlich), eine Ausgabe von H. T. Laus Buch “Chinese Chess” auf Englisch, eine englisch-deutsche Anleitung von Philos-Spiele, eine deutsche Broschüre von Rainer Schmidt, die neben den Regeln auch spannende Hintergrundinformationen liefert.

Interesse zeigte vor allem jüngeres Publikum: jünger, als ich erwartet hatte. Ein neunjähriger Junge, der seit kurzem westliches Schach im Verein spielt, bot bereis in seiner ersten Partie spannende Züge an. Ähnliches später auch mit einem zwölfjährigen Spieler. Schwierigkeiten, die Regeln zu verstehen, hatte generell keiner der Besucher. Eine wiederkehrende Frage war, wie die Figuren denn (generell) schlagen würden. Bedarf an Gewöhnung zeigten im Spiel nicht unerwartet die Natur der Kanone, die Blockade des Pferdes sowie der Wunsch nach Seitwärtsgehen mit Bauern bereits vor Überquerung des Flusses. Partien mit jüngeren Spielern wurden interessanterweise nicht abgebrochen, weil das Spiel sich in einer demotivierenden Verknotung verfangen hätte, sondern weil Eltern andere Pläne hatten. Partien zu Ende gespielt wurden im Allgemeinen kaum: Abgebrochen wurde meist aus Zeitmangel auf Seiten des Besuchers. Präferenz des westlichen Schaches äußerten nur ein Spieler, der ein Spiel gewagt hatte, und ein Besucher, der an Details gar nicht interessiert gewesen war (…).

Zuweilen wäre mehr als ein “Lehrer” am Stand praktisch gewesen. Da ich nicht wusste, welcher Andrang mich erwarten würde, hatte ich mich im Vorfeld nicht nach Unterstützung umgesehen.

Mein über die Zeit variierter Ansatz zum Erklären lässt sich als Skript zusammenfassen als:

  1. Vogelperspektive: manche Dinge sind genau gleich wie im westlichen Schach, manche ähnlich, manche komplett anders
  2. Genau gleich ist, dass es darum geht, den König “schachmatt” zu setzen, und, wie die Türme sich verhalten
  3. Dann Erklärung der Figuren auf der Grundlinie von außen nach innen (bereits begonnen mit dem Turm): Pferd, Elefant (erste Erwähnung Fluss, gegebenenfalls gegenseitige Deckung der Elefanten zum Schutz des Königs als Klassiker in der Defensive)
  4. Erklärung des Königs und seiner Leibwächter, ihre Bewegung als Komplementär und nur auf gezeichneten Linien, Erwähnung Platzmangel und Bindung an den Palast
  5. Verweis für die Übrigen — Elefant, Pferd, Turm — auf die andere, bereist erklärte Seite (Symmetrie)
  6. Vorschau, dass nur noch die Bauern, die Kanonen und eine Sonderregel mit dem König fehlen
  7. Erklärung der Bauern (zweite Erwähnung Fluss), Kanonen, Todesblick beim König mit zwei Beispielen
  8. Gegebenenfalls das Szenario der “Doppelkanone”, die gängigste Eröffnung inklusive Antwort (zentrale Kanone, Antwort mit Pferd)

Außerdem:

  • Unterschiede zum westlichen Schach bei Remi und Patt vor Beginn einer ersten Partie meist außen vor gelassen
  • Bildliche Erklärung für “die Elefanten dürfen nicht über den Fluss” (mögen kein Wasser, können nicht schwimmen (gegebenenfalls mit Hinweis, dass das Unsinn ist), …) und die Beförderung der Bauern (sind dann gewaschen, haben ihre Rüstung abgelegt und sind dadurch agiler, …) mit Augenzwinkern ohne Fokus auf Richtigkeit, um das Einprägen der Regel zu fördern

Persönliche Sicht

Das Erklären des Spieles hat Spaß gemacht, die Besucher waren durchweg angenehm. Beeindruckend fand ich, wie schnell gerade die jüngeren Besucher das Spiel beherrschten.

Eine Frau mit zwei Kindern, die selbst an Details interessiert war, beantwortete meine Frage nach ihrem Beruf mit “Beraterin”, meine Nachfrage nach der Art von Beraterin aber mit “das darf ich nicht sagen”. Das habe ich so auch noch nicht erlebt und wunderte mich reichlich. Vielleicht ist besser, wenn ich es nicht genauer weiß :)

Kurz vor Schluss kamen noch drei junge Studentinnen vorbei, die Chemie beziehungsweise Physik studierten, vielfältig interessiert und relativ nerdig unterwegs waren und untereinander ihre erste Partie bis zum Ende spielten. Aus Zeitgründen wechselten wir zum Endspiel auf “20 Sekunden Zeit pro Zug”, was das Spiel schlagartig noch deutlich spannender und spaßiger machte. Ohne diese Gesellschaft wäre ich wohl nicht bis 1:20 geblieben, was mit geplantem Aufstehen um 8:00 am nächsten Tag alles andere als früh war. Beim SKB, besonders bei Ioanna, möchte ich für die liebe Betreuung und die Versorgung mit Essen und Trinken bedanken!

(German) Termin eines Dauerauftrages verändern (Girokonto ING-DiBa) 2014-05-08 No Comments

Ich überweise unter anderem meine Miete per Dauerauftrag. Beim Umzug meines Girokontos (von der Postbank) zu ING-DiBa hatte ich den Dauerauftrag versehentlich so neu angelegt, dass jeweils am 3. eines Monats überweisen wird. Am 3. soll das Geld allerdings schon überwiesen sein, der 3. als Überweisungsdatum ist also zu spät. Der gleiche Denkfehler war mir auch mit dem Dauerauftrag für die GASAG unterlaufen.

Im Web-Interface, mit dem ich sonst sehr zufrieden bin, lässt sich der Ausführungstermin nicht verändern. Löschen und erneutes Anlegen wäre natürlich gegangen, aber da ich das zweimal hätte machen müssen und das ganze mit mehreren TANs hätte bestätigen müssen, habe ich eine Anfrage an den Kundendienst gestellt. Der reagiert am nächsten Tag mit (Auszug) folgender Antwort:

Im Internetbanking kann aus technischen Gründen der Termin oder der Turnus für einen bestehenden Dauerauftrag nicht geändert werden. Bitte löschen sie hierzu den entsprechenden Dauerauftrag und legen Sie einfach einen neuen an.

Gerne nehmen wir Ihren Änderungsauftrag auch telefonisch entgegen. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter 069 / 34 22 24. Halten Sie bei einem Anruf bitte Ihre Kontonummer und Ihre 5-stellige Telebanking PIN bereit.

Also habe ich diese Nummer angerufen, die unter Kontakt als “Kontoführung / Banking” geführt wird. Nach Eingabe meiner Kontonummer und Telefonbanking-PIN finde ich mich in einem Sprach-Menü, lande mit Nichts-Sagen im Hauptmenü und wähle Punkt “7″ für Kundenbetreuer. Der Kundenbetreuer passt beide Ausführungstermine an, stellt dabei Rückfragen zur Absicherung und beim nächsten Log-In sind meine Daueraufträge, wie ich es haben wollte. Etwas umständlich, aber für meinen Geschmack doch spannender, als mehrmals Löschen und Wiederanlegen :)

(German) Tipp des Tages: Postbank Sparbuch auflösen 2014-05-03 No Comments

Ein Freund von mir hat vor kurzem ein Sparbuch der Postbank aufgelöst, das in Vergessenheit geraten war. Interessant ist, wie man den Zinsen beim Wenigerwerden zusehen kann. Mich hat interessiert, wie die Entwicklung genau aussieht:

2003: 4312.47 + 63.24 = 4375.71  (1.47%)
2004: 4375.71 + 53.43 = 4429.14  (1.22%)
2005: 4429.14 + 52.21 = 4481.35  (1.18%)
2006: 4481.35 + 49.29 = 4530.64  (1.10%)
2007: 4530.64 + 49.84 = 4580.48  (1.10%)
2008: 4580.48 + 34.35 = 4614.83  (0.75%)
2009: 4614.83 + 22.66 = 4637.49  (0.49%)
2010: 4637.49 + 13.91 = 4651.40  (0.30%)
2011: 4651.40 + 13.95 = 4665.35  (0.30%)
2012: 4665.35 +  9.91 = 4675.26  (0.21%)
2013: 4675.26 +  2.51 = 4677.77  (0.05%)

Bei 0,05% Zinsen also höchste Zeit, das Geld umzuziehen.

Wenn du jetzt denkst “verdammt, ich hab auch noch ein Postbank Sparbuch” im Schrank zu liegen — Auflösen geht wie folgt:

  1. In eine Filiale der Postbank gehen
  2. Die Zinsen bis 2013 eintragen lassen (und auf Enttäuschung vorbereitet sein)
  3. Das Abheben des Gesamtbetrages plus der zu erwartenden Zinsen von 2014 beantragen. Das geht mit einem Formular “Kündigung einer Spareinlage”.
  4. Drei Monate später wiederkommen (spätestens drei Montate und vier Wochen später, sonst wieder drei Monate warten)
  5. Wieder in die Filiale der Postbank gehen.
  6. Das Sparbuch auflösen lassen. Dabei wird
    1. der gekündigte Gesamtbetrag auf dein Postbank-Giro-Konto überwiesen,
    2. der Betrag im Sparbuch auf 0 Euro gesetzt,
    3. im Sparbuch “Geschlossen” vermerkt und
    4. durch das Abschneinen einer Ecke von außen sichtbar entwertet.

PayPal transaction without logging in — WTF? 2014-05-01 2 Comments

On 2014-04-29 I initiated buying something using PayPal on website X using the desktop version of Mozilla Firefox. While I expected to be taken to a PayPal log-in page, to log-in using my password and to explicitly confirm that transaction as with any transaction before, I was not taken to the PayPal site but website X took me to the “payment successful” page right away. At first, I assumed this to be a bug in website X and that I would have gotten for free what I should have paid for. To my surprise, a few minutes later, a mail from PayPal did confirm the payment that I intended to do but never authorized. WTF? It also seems, website X has set up a periodical withdrawal (“Zahlung per Händlerabbuchung” or “aktive Händlerabbuchung” in German) that I just cancelled. I should note that website X is not the problem here: it seems to be PayPal not asking for my permission.

I contacted PayPal complaining about it but so far the support is not helpful or even getting the problem.

If you experienced something similar, please get in touch.